Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

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25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Frau wehrt ab
25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter – jeden Tag gehen bei uns Notrufe ein:

đź“Ś Notrufe von Frauen, die bedroht werden,

đź“Ś Notrufe von Frauen, die geschlagen wurden,

đź“Ś Notrufe von Frauen, die gedemĂĽtigt werden.

Oft erfahren die Frauen, die uns anrufen, Gewalt in ihrem häuslichen Umfeld. Alleine im vergangenen Jahr haben wir 659 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt aufgenommen (darunter sind auch Männer und Kinder als Opfer, meist aber Frauen). Die Polizei Krefeld ist bei solchen Notrufen in der Regel in nur wenigen Minuten vor Ort und hilft. 2016 haben unsere Kollegen so 293 Wegweisungen bzw. Rückkehrverbote ausgesprochen. Im Klartext heißt das: Der Täter verlässt die Wohnung – das Opfer bleibt. Zehn Tage lang darf sich der Täter der Wohnung nicht nähern. Diese Zeit soll Opfern Gelegenheit geben, zu überlegen, wie es weitergehen soll.

Damit ist unsere Arbeit aber nicht getan: Uns ist es wichtig, Frauen Wege aus der Gewalt aufzuzeigen. Dazu ist unser polizeilicher Opferschutz bestens in der Stadt vernetzt, sei es mit der Fachberatungsstelle „Häusliche Gewalt“ (📞02151 - 1522057) , dem „Frauenhaus“ (📞02151 - 633723)  oder der „Krefelder Krisenhilfe“. Gemeinsam engagieren wir uns mit diesen Partnern im Krefelder Netzwerk gegen Häusliche Gewalt. Wir zeigen den Frauen Wege aus der Gewalt auf und bestärken sie darin, ihr Schweigen zu brechen. Denn Schweigen brechen heißt, einen ersten Schritt zu tun – auf dem Weg aus der Gewalt.

Sollten Sie selbst Betroffene sein, scheuen Sie nicht, die Polizei unter dem Notruf 110 anzurufen.

Hilfe gibt es auch beim bundesweiten „Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen“ – dieses ist unter der Rufnummer 08000 116016 zu erreichen.